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Dagmar Brand

Die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse sind ein Ausgangspunkt für viele meiner Bilder. 

Die Themen-Variationen durchwirken wie ein Leitfaden die Arbeiten, mal surreal, mal fast realistisch, aber immer sind die Bilder als ein im Fokus stehendes Zeichen anzusehen, das sich mit uns und der Umwelt befasst. Mal ist die Natur vordergründig, mal der Mensch, mal ist es die Metapher, die zweideutig auf etwas anspielt, oder es sind die Aktualitäten, die sich tag-täglich abspielen.

Es sind beunruhigende Zeichen, zeitkritische und existentielle Hinweise auf menschliche und soziale Befindlichkeiten, die sich in den Bildern, oft verschlüsselt, mal ironisch heiter, mal zum Teil romantisch anmutend, widerspiegeln. 

Für den Betrachter gibt es Geschichten, die gelesen werden sollten.

Dagmar Brand

1943 in Hannover geboren

Studium der Freien Malerei an der Werkkunstschule Hannover bei Gerhard Wendlandt und J.G. Geiger 

seit 1981 als Dozentin an der VHS tätig

1992/2001 BBK-Vorsitzende

Über 30 Jahre als Kuratorin tätig, Kunstprojekte mit regionalen und internationalen Künstler/innen

Arbeitsstipendium der Heitland Foundation

Preis der Stadt Hameln

Arbeiten in öffentlichem und privatem Besitz
2005 Städtische Galerie Kubus, Hannover ( E )
2006 Salon Salder, Neues aus niedersächsischen Ateliers, Museum Schloss Salder, Salzgitter 
Meergartenzeit, Kunst in Glashäusern, Meerkunstraum e.V., Steinhude
2007 Figurale, Herrenhäuser Gärten, Hannover
argekunst, Kunstverein Kunstwestthüringen, Mühlhausen
2009 Meergartenzeit, Kunst in Glashäusern, Meerkunstraum e.V., Steinhude
Wintergärten IV, Utopia, Gärten der Zukunft, Güntherstraße, Hannover
2010 Schloss Landestrost, Neustadt am Rbg. 
Klanggärten, Am Vierthaler Teich, Hannover
2011 Imago Kunstverein Wedemark ( E ) 
arche Galerie, Hameln ( E )
2012 60 Jahre arche Galerie, Hameln
2013 Neues aus hannoverschen Ateliers, Eisfabrik, Hannover 
Winterausstellung 2013, Imago Kunstverein Wedemark
2015 Zurück auf Start – Gruppe 7.0, Imago Kunstverein Wedemark 
Kunstverein Barsinghausen, mit Wolf Gloßner 
2016 Skurril, Neues aus hannoverschen Ateliers, Eisfabrik, Hannover 
Kunst in Glashäusern, Meerkunstraum e.V., Steinhude 
Forest stand, Städtische Galerie Kubus, Hannover mit Barbara Steinmeyer, Rolf Sextro 
2017 Selfie, Neues aus hannoverschen Ateliers, Eisfabrik, Hannover
Wintergärten 1990/1, 1994/5, 1998/9, 2002/3, 2006/7

Kunst am schwarzen See (Garbsen)

Unter den Dächern der Altstadt von Hannover (Kunst gegen Gewalt)

Kunstbücher (Schillerjahr)

Wasserkunst, am Vierthaler Teich, Hannover

Herrenhäuser Gärten (Figurale)

10 x Neues aus hannoverschen Ateliers (Eisfabrik, Hannover)

4 x Rittergut Edelhof (Hannover-Ricklingen)

Alles aus Schaum, Landschaftstraße, Hannover (Gemeinschaftsausstellung mit hannoverschen / regionalen Künstlern)
Zu Dagmar Brands neuesten Arbeiten stellt sich eine Seite der absurden Sehnsucht nach der zerschmetternden Macht dar: die Velorenheit, das Ausgesetzt-Sein des ohnmächtigen Menschen. Greifen wir eine Werkgruppe heraus: Mit schnellem Strich der Öl-/ Wachskreide entwirft die Künstlerin auf Kapa - Line- Platten Landschaften, entweder als Einblicke in tote oder nächtliche Wälder oder als Panoramen von öder Weite. Eine ferne Erinnerung an die ausgedehnten flämischen Winterlandschaften des älteren Breughel mag aufkommen.
Aber es sind surreale Traumlandschaften in fahlem Licht unter unklarem, lichtlosem Himmel. Diese Landschaften sind „Gleichnisse, nicht Abbildungen“ (Ludwig Kirchner). Viel schwarzbraunes Dunkel, aber kaum ein eindeutiger Schatten. Nichts wird wirklich greifbar. Ein Panorama mit Gruppen von Bäumen, meist kahl und dunkel, dazu winterliche Gräser und Buschwerk, auch überdimensionale Blumen, ferne Häuser, kleine Hütten und Zelte, undefinierte Bauteile und vereinzelte Felder, Wege, die sich in der Weite verlieren. Zum Teil bleibt das Einzelne unklar; zum Teil ist es mit feinen Strich ausgearbeitet. In der hellgrauen Mitte oft eine Lichtung oder grünlich oder bräunlich hingewischt eine freie Fläche wie eine Bühne, eine Wiese, Wasser- oder Eisfläche, auch dies oft offen gelassen bis hin zur Abstraktion. Hier hinein setzt die Künstlerin Menschen oder Figurengruppen, aber nicht wie Breughel seine Landschaften detailfreudig mit Genreszenen, sondern hier werden Figuren von erhöhter Postion aus der Ferne gelagert. Isoliert, treten die Figuren in Szene. Hocken, liegen ohne Beziehung zu einander. Es sind Chiffren der Fremdheit, der Einsamkeit, der Verlorenheit und Erstarrung.
Es sind beunruhigende Zeichen, zeitkritische und existentielle Hinweise auf menschliche und soziale Befindlichkeit, die Dagmar Brand in ihren Bildern aufrichtet. Ist es nicht diese Haltung, die der Prager Dichter Kafka beschrieb und zu der die Künstlerin auch ihre Betrachter/innen auffordert: „Eine/r muss wachen,“ heißt es. „Eine/r muss da sein.“

Friedrich Holtiegel, Kunstverein Barsinghausen
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