Künstlerdatenbank und Nachlassarchiv Niedersachsen Logo
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Home Sweet Home

Access restriction

There is no access restriction for this record.

Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Home Sweet Home

Angaben zum Werk

Titel:
Home Sweet Home
Entstehungsjahr:
ca. 2014
Künstler-/in:
MD_KUEPO_SAMMLUNG_NAME: | Alle Werke
Ort:
MD_KUEPO_ORT_TEXT: (Kassel)
Kategorie:
Installation
Material:
Leuchtstoff
Holz
Pflanzenteil
Wachs
Maße:
Höhe: 120 cm
Breite: 300 cm
Tiefe: 300 cm

Beschreibung

Beschreibung:
MD_KUEPO_BESCHREIBUNG_TEXT:
Home Sweet Home

Die Installation 'Home Sweet Home' thematisiert die Unmöglichkeit des 'Zu-Hause-
Seins' in einer Welt von Ausbeutung und Vertreibung. – Die zwölfteilige Wandarbeit macht sich -
unter hintergründiger Verweigerung räumlicher Perspektive - den totalitären Blick auf ein
geometrisch angelegtes Lager zu eigen und drängt diesen dem Rezipienten auf. Die formatfüllend
hinterlegte Camouflage betont den militärischen Charakter der gezeigten Hüttenansammlung und
verweist auf die von Krieg und rechtloser Ausgrenzung induzierte Angst und Gewalt. Sowie auf das
daraus resultierende Schutzbedürfnis, dem hier lediglich anhand einer hauchdünnen Tarnlage, eben
einer Camouflage, Rechnung getragen werden kann.
Der Titel der Arbeit spielt auf die Homelands Südafrikas an und ironisiert gleichzeitig die
Inszenierungen einer heilen Welt in unseren wohlgeordneten und liebevoll ausstaffierten Dörfern
und Städten. Die Arbeit erzählt gleichzeitig von verlogener Einlullung in einer nur scheinbar heilen
Welt und dem tragischen Status tatsächlicher Exterritorialität.
Davor – quasi herauskopiert, fokussiert und vergrößert – ein Prototyp der skizzierten 'Hütten'. Die
Camouflage entpuppt sich in der Horizontalen als ein Arsenal aus Schädeln.
Während die Camouflage durchaus noch Aspekte des Schutzes - der notdürftigen Tarnung -
beinhaltet, erzählen die Totenschädel von der Unausweichlichkeit der letztgültigen Vernichtung.
Dellegs 'Hütten'- Prototyp ist ein Ikon: Das schludrige Konstrukt aus rohen Holzlatten kommt wie
eine dreidimensionale Zeichnung daher, die plakativ ein Symbol aus einfachen 'Linien' nicht auf das
Blatt, sondern in den Raum entwirft. Das kalte Weiß der Leuchtstoffröhren unterstreicht den
symbolisch abstrakten Charakter der Installation. Das Hüttenkonstrukt ist - wie dies
Lagerbehausungen zu eigen ist - provisorisch, baufällig, windig: ein bauliches Provisorium gehalten
von aggressiv nach außen abstehenden Schraubzwingen. Der Raum, den die Hütte als letzten
Schutz aufspannt, ist instabil und droht bei geringster Gefahr wie ein Kartenhaus in sich
zusammenzufallen.
Die Installation erinnert an real existente Segregationslager, darüber hinaus thematisiert sie ein
'abstraktes' Prinzip: das menschenfressende Prinzip der Gleichschaltung. Das im strengen Raster
ausgerichtete Lager als Symbol für ein unmenschliches System, das Individualität und Freiheit - das
Menschsein an und für sich - beschreibt.
Verstörend in dieser Szenerie ist die Blütenpracht, die sich im Inneren des Hauses entfaltet.
Symbol einer Hoffnung? Des Zu-Hause-Seins? Selbst hier, in diesem Verschlag noch ein Hauch
geraniendekorierter Heimat? Oder ist es die Bepflanzung eines Grabes, ein Nachruf auf das Leben,
das sich hier nicht entfalten konnte? Überlebende sind jedenfalls nicht zu orten. – Das von Delleg
inszenierte Bild ist ein Bild, das über die konkrete Wirklichkeit der Lager hinausweist. Es ist die
Zustandsbeschreibung einer Welt, die es unmöglich macht, sich heimelig einzurichten.

Dr. Harald Kimpel

MD_KUEPO_BESCHREIBUNG_ZITIERT_AUS:

Weitere Informationen

Lizenz der Metadaten:
Lizenz der Objektdaten:
kein Copyright / Public domain (CC0 1.0)
Persistente URL:
https://doi.org/10.25362/kupo.c524872f-0107-4bc1-a22c-31b8f86cade6

Lizenz:
Bildrechte: Josefh Delleg / VG Bild-KunstLizenz-URL: http://rightsstatements.org/vocab/InC/1.0/Fotograf:
Josefh Delleg / VG Bild-Kunst
Bildrechte: Josefh Delleg / VG Bild-KunstLizenz-URL: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.deFotograf:
Josefh Delleg / VG Bild-Kunst
Bildrechte: Josefh Delleg / VG Bild-KunstLizenz-URL: https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.deFotograf:
Josefh Delleg / VG Bild-Kunst

Beginning of Existence

Production

Cite and reuse

Cite and reuse

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Installation

LIDO Dublin Core RIS Mirador
TOC

Image

PDF Mirador
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Installation

To quote this record the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Image

To quote this image the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.